Donnerstag, 23. November 2017

Das Meer, die letzte Kolonie?,,Über die entwicklungspolitische Dimension der Meerespolitik

 


                                                                                                               

Fair Oceans in Kooperation mit Brot für die Welt und dem
Wattenmeer-Besucherzentrum Cuxhaven laden ein zur
Ausstellungseröffnung
Das Meer, die letzte Kolonie?
Über die entwicklungspolitische Dimension der Meerespolitik

im Wattenmeer-Besucherzentrum Cuxhaven,
Nordheimstraße 200,
27476 Cuxhaven-Sahlenburg

Freitag, 01.12.2017 von 17:00 - 19:00 Uhr

Herbert Kihm, Ortsbürgermeister Cuxhaven-Sahlenburg
Peter Südbeck, Leiter der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer
Ellen Funch, Referentin für Ernährungssicherung beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (angefragt)
Francisco Mari, Referent für Meerespolitik bei Brot für die Welt
Kai Kaschinski, Projektkoordinator von Fair Oceans

Am 01. Dezember 2017 wird im Wattenmeer-Besucherzentrum Cuxhaven die dokumentarische Wanderausstellung „Das Meer, die letzte Kolonie?" eröffnet. In Cuxhaven wird die von Fair Oceans und Brot für die Welt konzipierte Ausstellung ihre Reise durch eine Reihe deutscher Städte antreten und das erste Mal der Öffentlichkeit präsentiert werden. Entlang sechs verschiedener Schwerpunktthemen präsentieren die Ausstellungsbereiche die vielfältigen Bezugspunkte zwischen Umwelt- und Entwick­lungs­­fragen auf See. An Beispielen aus der Fischerei, dem Meeresschutz oder der Schifffahrt soll den Besucherinnen und Besuchern so die globale Dimension der Ozeane und Meere veranschaulicht und wichtige Zukunftsfragen aufgeworfen werden.

Der Ortsbürgermeister Herbert Kihm und der Projektkoordinator von Fair Oceans Kai Kaschinski werden an diesem Abend die Gäste begrüßen und in die Ausstellung einführen. Peter Südbeck, der Leiter des Wattenmeer Nationalparks Niedersachsen, Ellen Funch vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie Francisco Mari als Referent für Meerespolitik bei Brot für die Welt werden die nationalen und internationalen Probleme des Meeresschutzes umreißen und damit den thematischen Rahmen der Ausstellung skizzieren.



                                                                                                       

Das Meer, die letzte Kolonie?
Über die vielschichtige Bedeutung der Meereswelt für den Menschen

Als der französische Schriftsteller Jules Verne 1884 „20.000 Meilen unter dem Meer" schrieb, schuf er einen Klassiker der fantastischen Literatur. Im besten Stil des Science-Fictions ließ er Kapitän Nemo mit dessen futuristischen U-Boot Nautilus in die unbekannten Tiefen der Meere eintauchen und bis dahin scheinbar unüberwindbare Grenzen überschreiten. Als Elisabeth Mann Borgese dem Club of Rome gut 100 Jahre später ihren Bericht „Die Zukunft der Weltmeere" vorstellte, trug sie mit Ihrer Arbeit dazu bei, wie schon zuvor Jules Verne, den Blick auf die Ozeane grundlegend zu verändern. Eine umweltpolitisch verantwortliche und global gerechte Meerespolitik war ihre Utopie. Energie, Rohstoffe und Nahrung aus den Ozeanen sollten die Probleme der Menschheit lösen.

Inzwischen ist die Erschließung der Meere kontinuierlich vorangeschritten. Insbesondere seit der Jahrtausendwende hat die weltweit wachsende Nachfrage nach natürlichen Ressourcen eine drastische Ausweitung der Unternehmungen auf See befördert. Konflikte um lukrative Meeresgebiete nehmen zu, wobei gemeinschaftliche und traditionelle Nutzungskonzepte oftmals ins Hintertreffen geraten. Der Wettlauf um die Ressourcen der Meere scheint ungehemmt, dabei verfügt die Weltgemeinschaft an sich über ein umfangreiches und international anerkanntes Regelwerk, das UN-Seerechtsübereinkommen. Dieses regelt im Grundsatz die Nutzung der Meeresressourcen, den Seeverkehr, die Fischereirechte, den Meeresumweltschutz, die Hoheitsgrenzen auf See und vieles andere mehr.

Das 2015 mit der Agenda-2030 von der UN beschlossene Ziel Nachhaltiger Entwicklung 14, mit dem Titel „Ozeane, Meere und Meeresressourcen im Sinne nachhaltiger Entwicklung erhalten und nachhaltig nutzen" ist eine Reaktion auf den aktuellen Bedeutungszuwachs der Meerespolitik. Fair Oceans und Brot für die Welt haben sich zusammen mit verschiedenen Partnern für die Formulierung eines solchen Ziels Nachhaltiger Entwicklung eingesetzt und wollen die Ozeane und Meere dauerhaft im Sinne des Seerechts­­über­ein­kommens als gemeinsames Erbe der Menschheit verwaltet sehen. Mehr als 20 Jahre nach Inkrafttreten des Seerechtsübereinkommens verdeutlicht Ziel 14 der Agenda-2030 die Not­wendig­keit  international nach Problemlösungen suchen zu müssen und zeigt dabei wichtige Ansatzpunkte für die Meerespolitik auf.

Diese Ausstellung soll eine Idee davon geben, wie eng und weitreichend die Verbindungen von Meeres- und Entwicklungspolitik sind und wie notwendig es deshalb ist diese beiden Bereiche zusammen­zu­denken. Gerade für die Länder des globalen Südens ist die Wechselbeziehung zwischen Umwelt und Entwicklung zentral für ihre Zukunftsperspektiven. Das Verhältnis des Menschen zum Meer befindet sich weltweit in einer Umbruchphase und wir sollten die Chance nutzen und den Prozess transparent, partizipativ und solidarisch gestalten, anstatt die gleichen Fehler zu wiederholen, die an Land gemacht worden sind.


Die Ausstellung ist vom 02.12.2017 bis 28.02.2018 täglich zu den Öffnungszeiten
im Wattenmeer-Besucherzentrum Cuxhaven zu sehen.

Öffnungszeiten und Anfahrt
https://www.cuxhaven.de/staticsite/staticsite.php?menuid=98&topmenu=98

Montag, 20. November 2017

EU muss Hersteller und Händler von Schuhen und Leder bei Menschen- und Arbeitsrechten in die Pflicht nehmen!




Kampagne fordert: EU muss Hersteller und Händler von Schuhen und Leder bei Menschen- und Arbeitsrechten in die Pflicht nehmen




[Brüssel, 20. November 2017] – Anlässlich des Runden Tisches zur Schuh- und Bekleidungsbranche im Europäischen Parlament hat die Kampagne Change Your Shoes heute einen verbindlichen Einsatz der EU für die Wahrung von Menschen- und Arbeitsrechten in der Schuh- und Lederbranche gefordert. Den Absichtserklärungen von Kommission, Rat und Parlament der EU in diesem Jahr müssten wirksame Taten folgen. Die Forderungen nach mehr Transparenz und sozialer Verantwortung in der Schuhbranche, die mehr als 13.000 Europäerinnen und Europäer unterzeichnet haben, sollte die Politik ernst und deshalb die Hersteller und Händler von Schuhen und Leder in die Pflicht nehmen.


„Wir begrüßen die guten Absichten der EU, an Verbesserungen in der Schuh- und Bekleidungsbranche zu arbeiten, erwarten aber nun von den EU-Institutionen, dass diesen Absichtserklärungen schnell konkrete Schritte folgen", sagt Anton Pieper vom SÜDWIND-Institut. „Wir kämpfen für unsere Rechte vor Ort", ergänzt Ahmed Kutubuddin, Mitglied der bangladeschischen Gewerkschaft BGTLWF. „Aber um sicherzustellen, dass unsere Arbeits- und Menschenrechte nicht verletzt werden, sind wir auf die internationale Unterstützung von KonsumentInnen, Unternehmen und europäischen EntscheidungsträgerInnen angewiesen."



Kommission, Rat und Parlament der EU hatten sich im Jahresverlauf besorgt zur menschenrechtlichen Lage in der Bekleidungs- und Schuhbranche geäußert. Die Kommission erklärte im April, sie setze sich dafür ein, „Nachhaltigkeit im Bekleidungssektor wirksam zu fördern und einzubinden". Das Europäische Parlament forderte die Kommission in einem Beschluss zur EU-Leitinitiative zum Bekleidungssektor auf, über „die Veröffentlichung von Arbeitspapieren hinaus zu gehen und eine Gesetzesvorlage zu verbindlichen Sorgfaltspflichtenregelungen für Lieferketten im Bekleidungssektor" voranzubringen. Der Rat „bestärkt die Kommission darin, Maßnahmen zur Erhöhung der Transparenz und der Rückverfolgbarkeit in Bekleidungslieferketten zu unterstützen".


„Wir werden weiterhin politischen EntscheidungsträgerInnen in der EU auf den Zahn fühlen", sagt Berndt Hinzmann vom INKOTA-netzwerk. „Beim Runden Tisch konnten wir Ideen austauschen und weitere Schritte planen. Jetzt müssen Sie umsetzen, was sie versprochen haben."



Change Your Shoes hat beim Runden Tisch dem EU-Parlament auch 13.606 Unterschriften von Europäerinnen und Europäern überreicht, die die Petition „Transparenz statt Versteckspiel!" unterzeichnet haben. Eine zentrale Forderung der Menschen ist, dass Unternehmen der Öffentlichkeit transparent berichten müssen. Durch Offenlegung und Berichtspflichten muss nachvollziehbar werden, dass sichere Arbeitsbedingungen geschaffen und in den Gerbereien, Fabriken und Zulieferbetrieben grundlegende Menschenrechte eingehalten werden.









World Future Council richtet internationale Kinderschutz-Konferenz aus

Pressemitteilung: WFC richtet internationale Kinderschutz-Konferenz aus // Janina Özen-Otto und Ismail Özen engagieren sich mit dem WFC für Kinder




Janina Özen-Otto und Ismail Özen engagieren sich gemeinsam mit dem WFC für Kinder und Jugendliche


Hamburg/Sansibar, den 20. November 2017 –  Der World Future Council (WFC), auch bekannt als Weltzukunftsrat, richtet vom 28. bis 30. November eine internationale Kinderschutz-Konferenz aus. Die Konferenz findet auf der tansanischen Insel Sansibar statt. 2015 hat der WFC die sansibarische Kinderschutz-Gesetzgebung mit dem Future Policy Award, dem „Oscar für gute Gesetze" ausgezeichnet. Nun kommen Vertreterinnen und Vertreter  aus Afrika, dem arabischen Raum und Asien zusammen, um von der Kinderschutzgesetzgebung zu lernen und sich über gute politische Kinderschutzmaßnahmen auszutauschen.

Laut einer aktuellen Studie sind weltweit sind etwa 1,7 Milliarden Mädchen und Jungen von Gewalt, Missbrauch oder Mobbing betroffen. Das sind etwa 75% der Kinder. Die Kinderschutzkonferenz in Sansibar hat sich zum Ziel gesetzt, auf Regierungsebene das Bewusstsein für dieses Problem zu erhöhen und dazu beizutragen, gemeinsam mit Regierungsvertretern effektive, praktisch anwendbare Lösungen zu finden, um Gewalt gegen Kinder und Jugendliche zu bekämpfen. Das innovative Kinderschutzgesetz aus Sansibar soll hier als Inspiration und Vorbild dienen und die Implementierung von den Regierungsvertretern vor Ort erlebt werden.

Der Profi-Boxer Ismail Özen ist ab jetzt als Botschafter für den WFC tätig. Dies wird am heutigen internationalen Tag der Kinderrechte bekannt gegeben. Zusammen mit seiner Ehefrau Janina Özen-Otto, die bereits seit 2015 WFC-Botschafterin ist, will er sich in der Organisation für die Rechte von Kindern und Jugendlichen stark machen. Er setzt sich bereits für Jugend-Gewaltprävention, besonders bei jungen Menschen mit Migrations- oder Fluchthintergrund, ein: Mit seiner Initiative „Kampf deines Lebens" hilft er jungen Menschen durch Boxsport einen fairen Umgang miteinander zu erlernen und Frust und Aggression, mit denen sie im Alltag konfrontiert werden, in gute Bahnen zu lenken. Er sieht den Austausch von guten politischen Lösungen und vom einander lernen eine große Chance, den schon von vielen Ländern eingeschlagenen Weg noch effektiver für den Schutz von Kindern zu gestalten. Die Konferenz sei daher besonders effektiv,  weil die anwesenden Vertreter von Ministerien  in der Lage sind, unmittelbar Veränderungen anzustoßen:

„Die Politik ist dringend aufgerufen, mehr für den Schutz von jungen Menschen vor Gewalt zu unternehmen.   Denn erlebte Gewalt in jungen Jahren hinterlässt ihre Spuren bis in die nächste Generation! Ich wünsche mir, dass die Regierungsvertreter  ihr Handeln verstärkt auf den Schutz von Kindern und Jugendlichen ausrichten. Gute Vorbilder und Gesetze gibt es bereits. Der World Future Council sorgt dafür, dass die Verantwortlichen voneinander lernen können.", so Ismail Özen.

Das Kinderrechtsprojekt wird von Ismail Özens Ehefrau Janina Özen-Otto sowie Dr. Michael Otto, Ehrenratsmitglied des World Future Council, unterstützt.

Ismail Özen und Janina Özen-Otto

Der World Future Council
Der World Future Council (WFC) wurde 2007 von Jakob von Uexküll, ebenfalls Gründer des Alternativen Nobelpreises, in Leben gerufen. Der WFC stellt die Interessen zukünftiger Generationen ins Zentrum von Politikgestaltung. Der Rat besteht aus 50 internationalen Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur, die in ihrem Themenbereich bereits Herausragendes geleistet haben. Im Rat sitzen bspw. die Kinderrechtlerin Auma Obama, die Schimpansen-Forscherin Jane Goodall und die indische Wissenschaftlerin und Aktivistin Vandana Shiva. Der Rat setzt sich für gesetzliche Rahmenbedingungen ein, die heutigen wie zukünftigen Generationen das Leben in einer gerechten und ökologisch intakten Welt ermöglichen. Die Hauptansprechpartner hierfür sind politische Entscheidungsträger und Parlamentarier, aber auch Partner aus der Zivilgesellschaft, Wirtschaft und internationalen Organisationen. Für eine nachhaltige, gerechte und friedliche Zukunft, in der universelle Rechte respektiert werden, erforschen, identifizieren und verbreitet der World Future Council die besten globalen politischen Lösungen.


 

Sonntag, 19. November 2017

Entwicklungspolitische Webseiten der Woche (weekly)


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Donnerstag, 16. November 2017

VENRO: ODA-Lücke von 17,8 Mrd. Euro bis 2020 schließen

815 Millionen Menschen leiden akut an Hunger, 767 Milliarden Menschen leben in extremer Armut, 65 Millionen Menschen sind auf der Flucht und die Folgen des Klimawandels sind immer mehr zu spüren. Angesichts dieser Weltlage ist es dringlicher denn je, dass Deutschland sein Jahrzehnte altes Versprechen einlöst und mindestens 0,7 Prozent seines Bruttonationaleinkommens für öffentliche Entwicklungszusammenarbeit bereitstellt, ohne sich die Quote durch die Anrechnung der Flüchtlingskosten im Inland schön zu rechnen.

Dafür müssen im Zeitraum von 2018 bis 2020 17,8 Mrd. Euro zusätzlich für Entwicklung und Humanitäre Hilfe zur Verfügung stehen. Wir fordern die zukünftige Bundesregierung auf, diese Summe endlich bereit zu stellen.

Lesen Sie dazu den aktuellen VENRO-Standpunkt „Die Lücke wird größer – was Deutschland leisten muss, um endlich das 0,7-Prozent-Ziel zu erreichen" und die zu Grunde liegende Analyse.




Mittwoch, 15. November 2017

Global Education Week 2017 "Meine Welt, Deine Welt - Bewusster Konsum für nachhaltige Entwicklung"

Unter dem Motto „Meine Welt, Deine Welt – Bewusster Konsum für nachhaltige Entwicklung" findet vom 18. bis 26. November 2017 die Global Education Week (GEW) statt. Ziel der europaweiten Aktionswoche ist es, Themen des Globalen Lernens in die Öffentlichkeit zu tragen, Bildungsakteure zu vernetzen und über Angebote und Aktionen zu informieren.

Aktuell verbraucht die Menschheit 60 Prozent mehr an Ressourcen, als die Welt bereitstellt. Machen wir so weiter wie bisher, würden wir im Jahr 2030 bereits zwei Erden benötigen, um unseren Bedarf an Nahrung, Wasser und Energie zu decken (WWF 2016). Im September 2015 haben die Vereinten Nationen die globalen Ziele für eine nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals – SDG) beschlossen. Durch Ziel Nummer 12 „Für nachhaltige Konsum- und Produktionsmuster sorgen" soll eine Konsum- und Wirtschaftsweise gefördert werden, die die natürlichen Grenzen unseres Planeten respektiert. Ziel ist es, bis zum Jahr 2030 das Konsum- und Produktionsverhalten der Menschheit so weit zu ändern, dass wir nur so viele Ressourcen verbrauchen, wie auf der Erde nachwachsen. Die diesjährige GEW macht darauf aufmerksam, dass jede/-r Einzelne durch ein bewusstes und nachhaltiges Konsumverhalten dazu beitragen kann.

Die Aktionswoche wird auf europäischer Ebene vom Nord-Süd Zentrum des Europarates ausgerichtet. Auf nationaler Ebene ist die Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd für die Koordination der GEW zuständig. Mit der diesjährigen Aktionswoche will sie das Thema „Nachhaltiger Konsum" gezielt in die Öffentlichkeit tragen, über bestehende Angebote informieren und zu eigenen Aktionen aufrufen. Dazu wurde ein breites Netzwerk von Schulen, Universitäten, außerschulischen Bildungseinrichtungen, NRO und staatlichen Institutionen mobilisiert.

Die zahlreichen angemeldeten Projektbeiträge, Angebote und Veranstaltungen sowie eine umfangreiche Materialliste zum diesjährigen Motto können unter www.globaleducationweek.de eingesehen werden. Darunter befinden sich beispielsweise Projekttage zum Thema „Handy" von KATE (Kontaktstelle für Umwelt und Entwicklung e. V.) und das Projekt „Besser machen!" von LizzyNet, bei dem Bildungs- und Jugendeinrichtungen sich mit Upcycling beschäftigen. „Die diesjährige Global Education Week zeigt, dass jede und jeder Einzelne durch ein bewusstes Konsumverhalten zur Erreichung der globalen Nachhaltigkeitsziele beitragen kann. Ich lade Sie ein, sich auf der Website über die Projekte und vielfältigen Angebote hierzu zu informieren und selbst aktiv zu werden", so Herr Dr. Kambiz Ghawami, Vorsitzender des WUS.

Mehr zur Arbeit der Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd finden Sie unter: www.informationsstelle-nord-sued.de. Mehr zum Thema Globales Lernen erfahren Sie unter www.globaleslernen.de.

Dienstag, 14. November 2017

Einladung: Das bisschen Haushalt …(?) – Workshop am 6.12. in Bonn

Das bisschen Haushalt …(?)

Schritte für Politik und Zivilgesellschaft zu einem SDG-konformen Bundeshaushalt

Workshop am 6. Dezember 2017, 10.00 bis 17.00 Uhr
Bundeskunsthalle, Friedrich-Ebert-Allee 4, 53113 Bonn



Mit der Agenda 2030 und ihren Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) haben die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen ambitionierte Schritte auf dem Weg zu einer sozial, ökonomisch und ökologisch gerechteren Welt vereinbart. Eine zentrale Frage lautet nun, wie die Umsetzung der SDGs finanziert werden soll und welche Rolle dabei die öffentlichen Haushalte spielen.

Die Fiskalpolitik kann ein Schlüsselinstrument für Regierungen und Parlamente bei der Verwirklichung der SDGs sein. Denn über die Verwendung der Staatseinnahmen können soziale (Um-) Verteilungs- und ökologische Steuerungswirkungen erzielt werden. Aber noch allzu oft werden öffentliche Gelder für schädliche oder zumindest fragwürdige Zwecke ausgegeben, seien es exzessive Militärausgaben oder umweltschädliche Subventionen Dabei könnte die die Haushaltspolitik ein wirksames Instrument zur Verringerung sozialer Ungleichheiten, zur Beseitigung von Diskriminierung und zur Förderung des Übergangs zu nachhaltigen Produktions- und Konsumweisen werden.

Die Umsetzung der Sustainable Development Goals erfordert Sustainable Development Budgets. Das gilt auch für Deutschland. Aber bisher scheint die „SDG-Tauglichkeit" des Bundeshaushalts in der Finanzplanung der Bundesregierung kaum eine Rolle zu spielen.
Gleichzeitig mangelt es an einer kritischen Begleitung der Haushaltspolitik durch zivilgesellschaftliche Organisationen. In den letzten Jahren entstand zwar eine Vielzahl zivilgesellschaftlicher Initiativen, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit Fragen der Steuer- und Haushaltspolitik befassen (z.B. Gender Budgeting, Steuergerechtigkeit). Eine umfassende Auseinandersetzung mit der Frage, ob die deutsche Haushaltspolitik im Einklang mit den SDGs steht, findet bisher nicht statt. Die Debatte über die Umsetzung der SDGs in Deutschland bietet dazu eine aktuelle Gelegenheit.

Bei unserem Workshop in Bonn wollen wir gemeinsam diskutieren: Welche Rolle spielt die deutsche Haushaltspolitik für die Verwirklichung der SDGs? Wie müsste ein „SDG-konformer" Bundeshaushalt aussehen? Welche Ansatzpunkte gibt es für zivilgesellschaftliche Organisationen, den Haushaltsprozess zu beobachten und zu beeinflussen? Brauchen wir einen Nachhaltigkeits-Check für den gesamten Bundeshaushalt? Welche Ansatzpunkte und mögliche Instrumentarien gibt es für ein umfassendes „Sustainability Budgeting"? Erfordert die Agenda 2030 eine zivilgesellschaftliche „Budget Watch"-Initiative für den Bundeshaushalt, wie es sie in anderen Ländern gibt?


Wir laden Sie ein, diese spannenden Fragen gemeinsam mit uns zu diskutieren. Für die Teilnahme an dem Workshop bitten wir um Anmeldung bis zum 30. November 2017, per E-Mail an europe@globalpolicy.org oder online unter https://rsvp.globalpolicy.org/sdg-budgets.

Diese Einladung und das Programm der Veranstaltung finden Sie unter https://kurzlink.de/sdghaushalteprogramm
 

Mit freundlichen Grüßen


Marie-Luise Abshagen und Jürgen Maier
Forum Umwelt und Entwicklung
Jens Martens, Karolin Seitz und Wolfgang Obenland
Global Policy Forum



Die Veranstaltung wird gefördert durch Engagement Global gGmbH im Auftrag des BMZ und durch die Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen. Weiter wird sie gefördert durch das Umweltbundesamt und das Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Deren Mittelbereitstellung erfolgt auf Beschluss des Deutschen Bundestages.